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Archive for November, 2006

Extrem-Bügeln

Extremeironing Neulich erfuhr ich durch einen Zeitungsartikel von einer neuen gefährlichen Sportart, dem Extrem-Bügeln. Laut Wikipedia wurde es 1997 von einem Engländer erfunden und besteht darin, mit Bügelbrett und Bügeleisen ausgerüstet einen schwer erreichbaren Ort (z.B. Hochgebirge, Meeresgrund) aufzusuchen und dort ein paar Kleidungsstücke zu bügeln.
Auf einer diesem Sport gewidmeten website erläutert Mitglied  "Steam", warum er Extrembügeln so reizvoll findet: " Dieser gefährliche Sport vereinigt den Reiz, an der frischen Luft aktiv zu sein, mit dem eines frisch gebügelten Hemdes."
Extrembügeln wurde schon in Kriegszonen, auf hohen Bronzestatuen und unter der Eisdecke eines zugefrorenen Sees ausgeübt sowie beim Kanu-, Snowboard- und Skifahren.
In unserer Lokalzeitung wurde über den Extrembügler John Carrick berichtet. Um Geld für die Restaurierung des Kirchturms in seiner Heimatstadt zu sammeln, ließ er sich für eine Besteigung des Aconcagua in Argentinien (ca. 7000 m hoch), natürlich mit Bügelausrüstung bewaffnet, sponsern. Auf dem Gipfel bügelte er den Union Jack, die Flagge Großbritanniens, um ihn anschließend faltenfrei zu hissen. Der Artikel endete mit einem Spendenaufruf (Kontonummer ist bei mir zu erfahren).

Also – nothing ventured, nothing gained, wie wäre es mit Extrembügeln im Inneren eines (erloschenen??) Vulkans…

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Kampfsport in Kirche

Norwichcollageflat  Norfolks Hauptstadt Norwich ist bekannt für ihre mehr als 100 Kirchen und deren unkonventionelle Nutzung. Statt die mittelalterlichen Gebäude wegen mangelnder finanzieller Unterstützung und aussterbender Gläubigenschar verfallen zu lassen, öffnet die Stadt ihre Kirchen für profane Zwecke. Neueste Attraktion: ein Kampfsp0rtzentrum in St. Peter Parmentergate.

Im Altarraum befindet sich nun ein Boxring, und statt Kirchenbänken gibt es Matten und Punch-Säcke (ist das die korrekte Bezeichnung??). Jetzt kann man in dieser besonderen Atmosphäre Taek Won Do, Karate, Kickboxen und T’ai Chi lernen statt zu beten.

Viele andere Kirchen sind ebenfalls durch neue Nutzung wieder zum Leben erwacht.  Eine beherbergt ein bekanntes Cafe sowie einen Buchladen.  In einer anderen befindet sich das Ausstellungszentrum der  Kunsthochschule Norwichs. St. James ist das Zuhause des Norwicher Puppentheaters, und St. Margaret ist eine Kunstgalerie.  In St. Martin befindet sich das Zentrum für Bewährungshilfe, während St. Clement jetzt ein psychologisches Beratungszentrum ist.

(Foto aus http://www.niaf.org.uk/norwich.htm)

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Strandgut2 Der Strand ist zur Zeit unglaublich schön. Schon morgens steht die Sonne so tief, dass lange Schatten wie im Sommer an Spätnachmittagen entstehen. Als wären die Tage schon fast zuende, bevor sie überhaupt richtig begonnen haben. Farben und Licht sind klar und kontrastreich, und die scharfe Meeresluft macht das Atmen zum Erlebnis.  In den kleinen Teichen, die bei Ebbe am Strand zurückbleiben, spiegelt sich der blaue Himmel, sie selbst wirken wie kleine Himmel. Vielleicht hat es mit der Jahreszeit oder dem Mond oder meiner Wahrnehmung zu tun, auf jeden Fall zieht sich die See bei Ebbe viel weiter zurück als im Sommer und hinterlässt endlos scheinende Strände. Strandgutopt

Die an den Wellenbrechern offengelegten Schätze sind kleine verkrustete Landschaften aus Muschelkalk und Algen.

Klasse, dass es Digitalkameras gibt!

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Nostalgie

Dancingdogs Herbstliche Strände, wie überhaupt Küstenorte in der Nebensaison, versinken in Nostalgie, in Sehnsucht nach Menschen und Lebendigkeit. Sie erinnern an verlassene Kulissenstädte, die für Wildwestfilme errichtet worden waren. Winterstürme wirbeln Blätter und Meeresschaum auf, und ein paar verlassene Seelen ziehen durch die verwaisten Straßen…

Nein, ganz so schimm ist es nun auch wieder nicht! Die Einheimischen genießen die Nebensaison, weil sie dann den Strand und ihr Städtchen für sich haben.

Crabcatchers Man könnte sie für Installationskunst halten, aber sie sind Fangkörbe für Krebse!

Die Fischer fahren fast jeden Tag hinaus auf See und scheinen bisher noch gute Fangquoten zu verzeichnen. Kabeljau, Scholle… Fish’n Chips sind hier in Norfolk von unvergleichlicher Qualität. Die Traktoren, mit denen die Fischerboote  zum Meer gezogen werden, könnte man oft als Antiquitäten bezeichnen. Oft tragen sie kleine Maskottchen wie dieses hier:

Maskottchen

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Würde man es mit "Frühstückspension" übersetzen, bekäme es einen sehr sterilen Beigeschmack. Aber ein B&B ist etwas sehr Privates, individuell Gestaltetes und befindet sich im Herzen eines englischen Haushalts. Ursprünglich als netter Nebenverdienst für die Hausfrau gedacht, hat es sich mittlerweise zur Einnahmequelle manchmal ganzer Familien gemausert.

Die Vorzüge des B&B gegenüber einem Hotel liegen auf der Hand: vor allem ist es wesentlich preiswerter, und das Frühstück kann eine wahre Hauptmahlzeit sein. Wem allerdings Anonymität und Unpersönlichkeit im Urlaub wichtig sind, dem mag das familiäre Flair dieser Unterkunft vielleicht widerstreben. (Foto: The Grange B&B  , das einer Bekannten gehört)

Thegrange

Nicht selten entdeckt man in einem B&B-Urlaub wahre Perlen, sowohl was das Haus, die Unterbringung als auch die Gastgeber angeht.  Wegen all der Sommerferien, in denen ich durch B&Bs Einblick in englische Privathaushalte erhielt, lernte ich Land und Leute sehr privat kennen und schätzen. Exzentrische achtzigjährige Damen mit Miss Marple-Touch waren als Gastgeberinnen keine Seltenheit!

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am Rand der Welt

Brandung Wenn Freunde vom Kontinent uns zum ersten Mal besuchen kommen, sind sie oft fassungslos. "Es ist ja schön hier… aber ist es nicht ein bisschen einsam?"

Manchmal komme ich mir hier wirklich vor wie am Rand der Welt. Aber nur für Augenblicke. Wenn ich am Meer bin, wo mir das Herz aufgeht und ich eine wilde Freude spüre, bläst der Wind alle Bedenken fort.

Die See ist jeden Tag neu, immer anders. Heute war sie überschäumend, übermütig und frech. Manchmal liegt sie verträumt wie ein Bergsee da, an anderen Tagen rollt sie gelangweilt und mürrisch über den Sand.

Krebse Die Krebse von Norfolk sind als besondere Delikatesse landesweit berühmt. Täglich werden frische Krebse mit Privatflugzeugen nach London geflogen und dort in Nobelrestaurants zu horrenden Preisen angeboten. Hier an der Küste bekommt man sie fangfrisch und preiswert. Das sehr delikate Fleisch wird, mit ein wenig Malzessig beträufelt, zu Toast und grünem Salat verzehrt.

Heute traf ich eine Wienerin mit ihrer Familie am Strand. Wir betrieben eine Zeitlang englische Konversation, bis sie herausfand, dass ich Deutsche bin. Es tat gut, ihren Wiener Singsang zu hören. Sie leben jetzt im Küstenstädtchen Mundesley. Die Welt ist klein, und ob man sich am Rand oder in der Mitte befindet, ist sehr relativ und subjektiv!

Missbritain

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Detail voller Details

Gelbrotblau_2 farbenfroh verpacktes Fischerboot

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