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Archive for May, 2007

Chelsea Flower Show

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Die Chelsea Flower Show in London ist ein alljährliches Riesenspektakel für Medien, Gartendesigner und –liebhaber aus aller Welt. Organisiert von der Royal Horticultural Society, ist sie die weltweit berühmteste Gartenshow. Auf einem weitläufigen Gelände werden die neuesten Gartentrends in Show-Gärten ausgestellt, alte und neueste Pflanzenzüchtungen präsentiert, wird der letzte Schrei im Gartendesign gezeigt.

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Schon Monate im Voraus werden Bäume hierher verpflanzt und aufwendige archtektonische und pflanzliche Installationen erstellt – alles für nur wenige Tage im Mai. Danach wird die Pracht wieder abgebaut, ausgegraben und abtransportiert. Die zu gewinnenden Preise sind nicht nur hochdotiert, sondern auch die beste Garantie für eine Karriere als Gartendesigner oder Pflanzenzüchter.

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Natürlich ist es ein Erlebnis, dabeizusein und von den Massen durchs Gelände geschoben zu werden. Allerdings sieht man wahrscheinlich mehr online oder in Fernsehberichten über die Show.

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Es war mal wieder soweit: Etwa 3000 Zuschauer fanden sich am Wochenende am Cooper’s Hill in Gloucestershire ein, um das jährliche cheese rolling festival mitzuerleben. dave1gall_470×332.jpg cheese12_470×369.jpg

Trotz Regen, Matsch und Kälte warfen sich todesmutige Sprinter den Steilhang auf der Jagd nach einem schweren Käselaib hinunter. Diese Tradition wird auf einen angelsächsischen Ritus zurückgeführt. Der kiloschwere Käse kann  mit bis zu 100 km/h hinunterschießen und stellt daher die Hauptgefahr bei diesem Spaß dar. Immer gibt es Verletzte, sei es bei den Teilnehmern oder den (vom Käse getroffenen) Zuschauern. Sage noch einer, die Engländer seien Weicheier…

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Tony Blair geht im Juni und überlässt Gordon Brown das Staatsruder. Mit welcher Brandmarkung wird Blair in die Geschichte eingehen?

Ohne Frage wird er vor allem als Verbündeter George Bushs gesehen werden, mit dem zusammen er den Irakkrieg und anschließenden Bürgerkrieg entfachte, ohne Rücksicht darauf, dass die große Mehrheit der Engländer gegen den Krieg war und ist.

gordonb.jpg Gordon Brown soll neuen Schwung in Englands Wirtschaft und Umweltbewusstsein bringen. Natürlich sagt auch er wie zuvor Blair, dass den Schulen und dem Gesundheitssystem sein Hauptinteresse gelte.

Brown hat einen faszinierenden Manierismus, ein gefundenes Fressen für Kabarettisten: wenn er beim Sprechen einatmet, saugt er die Unterlippe in den Mund, so dass ein Überbiss entsteht. Eigentlich wartet man vielmehr auf sein Einatmen als auf dass, was er von sich gibt. Aber vielleicht werden wir uns auch daran gewöhnen.

Ein weiteres Kennzeichen Browns ist sein Schlafzimmerblick, mit dem er ihn in jungen Jahren vielleicht mal sexy wirkte. Immer hin ein erfrischender Gegensatz zu dem erschreckend alert auftretenden, zähnefletschenden Blair.

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Queen Camilla?

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Was böse Zungen schon lange gemunkelt haben, jetzt ist es heraus: Prinz Charles will seine Camilla zur Königin machen. 57 Prozent aller Engländer sind allerdings strikt dagegen, zumal Camilla von Anfang an in Charles und Dianas Ehe als Geliebte mitmischte. Und Diana war und ist „die Königin der Herzen“.

 

Aber was könnte eine Queen Camilla verhindern? Z.B., dass statt Charles sein Sohn William König wird. Darüber hätte vermutlich Elizabeth II. zu entscheiden. Die war ja Camilla gegenüber nie sehr wohlgesonnen, aber wer weiß.

 

Noch aber scheint Elizabeth auf alle Fälle nicht an einen Rücktritt zu denken. Sie ist ja auch erst 82 Jahre alt, und ihre Mutter war immerhin 104, als sie starb. Wer weiß, ob Charles dann noch Lust hat…

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Blickling Hall, ein wunderschönes Schloss nicht weit von uns, gehört heute dem National Trust und beherbergt viele historische Schätze. Im Sommer werden hier Open Air Konzerte mit bekannten Künstlern (z.B. Peter Gabriel im Juli) veranstaltet.

Aber in der Nacht des 19. Mai jeden Jahres, dem Geburtstag von Anne Boleyn, einer der Gattinnen Heinrichs VIII., die er 1536 im Londoner Tower köpfen ließ, finden sich in Blickling Horden von Geisterjägern (“ghost hunters”) ein . Denn es heißt, dass in dieser Nacht Anne Boleyns Geist in einer Kutsche zu ihrem Heimatschloss zurückkehrt. Sie trägt ihren Kopf auf dem Schoß, und auch Kutscher und Pferde sind kopflos.

Hartgesottene Geisterjäger kampieren in der Nähe des Schlosses und lauern mit Kameras und spezieller elektronischer Ausrüstung bewaffnet dem heranrasendem Gespenstergefährt auf. Zwar hat bisher noch kein Augenzeuge die Dame gesehen, doch die Legende lebt.

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mads.jpg Selten hat ein verschwundenes Kind solch eine überwältigende landesweite Reaktion hervorgerufen wie die vor fast 2 Wochen während eines Familienurlaubs in Portugal gekidnappte Madeleine. Mittlerweile haben einige reiche Engländer sowie Prominente mehrere Millionen Pfund Belohnung geboten für Hinweise, die zu einer Rückkehr des Kindes sowie zur Ergreifung der Täter führen. Jedermann kann finanziell beitragen, um intensiveres Suchen zu ermöglichen.

Die ganze Bevölkerung fiebert um das Schicksal des Kindes. Vorgestern, an Madeleines viertem Geburtstag, ließen Menschen Tausende von rosa Luftballons fliegen. Eine landesweite Kampagne veranlasst Unzählige, ein gelbes Plastikarmband in Solidarität mit M.s Eltern  zu tragen (darunter Top-Fußballteams). Es gibt bereits T-Shirts mit ihrem Foto und einem Suchaufruf.

Wie kann bloß ein Kind in unserer “zivilisierten”, global vernetzten und überwachten Welt so einfach verschwinden? Vermutungen der Ermittler, wer die Täter sein könnten,  gehen in Richtung Kinderpornographiering, Pädophile oder illegale Adoptionsvermittler. Hoffentlich geht alles gut aus – selbst wenn das Kind und seine Familie sicherlich traumatisiert sein werden.

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England ist wie Deutschland reich an selbst für Landsleute unverständlichen Dialekten.

Marion, die in Manchester lebt, hat einen genialen kleinen Text im Manchester-Dialekt verfasst. Man sollte ihn aber laut lesen, um ihn vielleicht zu verstehen…

Hiya, I’m a Pee haitch Dee schtudent in Manchest-ah, an’ I’m just tryna share sumfin’ wiv yew all. Fookin’ ‘ell, me head’s in biscuits, bec’z of all the accents I keep ‘earin’ all day long (all ze akzents, yu no). Me mate wanted t’ know, y’awlright, is sumfin’ bovvering yew?, an’ I told ‘im, ta luv, bu’ this fing yew know nuffin’ about (zanks, butt zis zing yu know nozing about). I’ve ‘ad enuff, iss dead simple. Wha’ev-ah, ‘e said, fair enuff. Anuvver mate said, go to the bitch. Yew wha’?, I asked. To the beach, ‘e said. Fook yew all, I fought, an’ went for a chip butty bec’z I was a wee bit peckish. It was proper top, I c’n tell yew. In the end iss all much of a muchness, innit, if yew fink that uvver people ‘ave Haitch Aye fookin’ Vee. C-ya.

Based on the accents of Jade Goody, some Mancunian chav on the bus to Wythenshawe, Marion’s Greek friend Dimitris and herself.

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